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Hilfen zur Erziehung

ZiWa   Ziele. Impulse. Wandel. ist seit mehr als 12 Jahren in der Jugendhilfe tätig.
Wir bieten Erziehungshilfen nach § 27 ff SGB VIII in Form von Sozialpädagogischer Familienhilfe (§ 31 SGB VIII), Erziehungsbeistandschaft (§ 30 SGB VIII) und Hilfe für junge Volljährige (§ 41 SGB VIII) an.

Schwerpunkt unserer Arbeit ist die frühzeitige Erkennung von Kommunikationsstörungen und innerfamiliären Belastungen. Durch die Unterstützung der Fachkraft ist es möglich, Fehlentwicklungen und Verhaltensauffälligkeiten zu erkennen und den betreffenden Personen aufzuzeigen. Maßnahmen zur Vorbeugung und Hilfestellungen zum adäquaten Handeln werden hierdurch ermöglicht. Die Vernetzung mit öffentlichen Institutionen und informellen Kontakten rundet das Angebot im Hinblick auf eine nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe ab.

Für die von uns angebotenen Hilfen ist eine Geh-Struktur charakteristisch. In der Regel kommt eine Fachkraft mehrmals pro Woche in die Wohnung der Familie, um vor Ort eine Kombination aus Beratung und Begleitung der Familien anzubieten. Hierzu stehen uns verschiedenste methodische Möglichkeiten zur Verfügung, so dass ganzheitliche Arbeitsformen gewählt werden können, die sich an der Lebenssituation der KlientInnen orientieren. Dies zeichnet unsere Flexibilität im Hinblick auf das Setting und die zeitliche Gestaltung der Arbeit aus.

Zielgruppe

Zielgruppe unserer Arbeit sind junge Menschen und Familien in besonderen krisenhaften / belastenden Lebenssituationen. Bei der Bewältigung dieser Lebensumstände bieten wir kompetente Hilfe zur Erziehung innerhalb der Familie an.

Im nachfolgenden Text benutzen wir die Bezeichnung „Familie“ sinngemäß auch für den Jugendlichen und den jungen Volljährigen.

Ziele

  • Förderung der erzieherischen Kompetenzen
  • Hilfestellungen bei der Bewältigung und Organisation des Alltags
  • Verminderung belastender Lebensumstände
  • Unterstützung zur Erkennung und Nutzung eigener Fähigkeiten und Ressourcen, um die Eigenkräfte der Familie und der jungen Menschen zu aktivieren
  • Erweiterung der eigenverantwortlichen Handlungskompetenzen und Aufbau alternativer Lösungsstrategien
  • Netzwerkintervention und Unterstützung zur Herstellung und Ausweitung formeller und informeller Kontakte
  • Sicherung des Kindeswohls
  • Prävention von familienersetzenden Maßnahmen durch frühzeitigen Einsatz oben genannter Hilfen

Voraussetzung

Es muss sichergestellt sein, dass eine ausreichende Motivation der Familie zur Mitarbeit vorhanden ist oder entwickelt werden kann. Hierbei sind die Bereitschaft zur freiwilligen Zusammenarbeit mit der Fachkraft und ein Mindestmaß an Änderungsbereitschaft und Einsicht in die schwierige Familiensituation bzw. emotionale Bindungen untereinander unabdingbar.

Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH)

Im Allgemeinen wird die SPFH in den §§ 1 und 27 SGB VIII geregelt. § 27 SGB VIII regelt den Rechtsanspruch eines Personensorgeberechtigten auf Hilfe zur Erziehung. Nach § 31 SGB VIII ist eine SPFH eine Unterstützung von Familien, durch intensive Betreuung und Begleitung

  • in ihren Erziehungsaufgaben
  • bei der Bewältigung von Alltagsproblemen
  • Verminderung belastender Lebensumstände
  • bei der Lösung von Konflikten und Krisen
  • im Kontakt mit Ämtern und Institutionen.

SPFH soll Hilfe zur Selbsthilfe leisten und steht der gesamten Familie zu.

Erziehungsbeistand

Nach § 30 SGB VIII soll das Kind oder der Jugendliche unterstützt werden

  • bei der Bewältigung von Entwicklungsproblemen
  • bei der Erhaltung des Lebensbezuges zur Familie
  • im Kontakt mit Ämtern und Institutionen

Das soziale Umfeld soll möglichst miteinbezogen werden.

Hilfe für junge Volljährige

§ 41 SGB VIII regelt die Hilfe für junge Volljährige

  • Hilfe für die Persönlichkeitsentwicklung
  • Hilfe für eigenverantwortliche Lebensführung

Auch nach Beendigung der vorgenannten Erziehungshilfen soll der junge Volljährige bei der Verselbstständigung im notwendigen Umfang beraten und unterstützt werden. Absatz zwei gilt entsprechend.

Aufsuchende Familienmediation

Aufsuchende Familienmediation zeichnet sich durch ihre hohe Effektivität und Effizienz aus. Von Anfang an lernen KlientInnen problematische krisenhafte Lebenssituationen und familiäre Konflikte eigenverantwortlich und selbstbestimmt zu meistern. Darüber hinaus ist Aufsuchende Familienmediation durch den kurzzeitigen, aber intensiven Einsatz kostengünstig. Kostenintensive Hilfemaßnahmen können verhindert bzw. reduziert werden.

Familienmediation ist definiert als die Mediation aller Arten familiärer Konflikte, also vor allem von Konflikten, die Familienmitglieder untereinander haben (Paare, Eltern, Eltern und Kinder, Geschwister, Stiefeltern und –kinder usw.). Im weiteren Sinne gehört dazu ferner die Regelung von Konflikten, die Familien mit anderen Familien oder mit außen stehenden Einrichtungen (Schulen usw.) haben.

Mit Hilfe der Familienmediation ist es möglich, eine selbstbestimmte Vereinbarung zwischen den Konfliktparteien zu erlangen, indem der Mediator die Kommunikation vermittelnd strukturiert und erleichtert. Die aufsuchende Familienmediation ist ein niederschwelliges Angebot, welches im häuslichen Rahmen der Familie durchgeführt wird.

Im sozialpädagogischen Kontext begegnet man häufig sehr komplexen Problemlagen, wobei die familiäre Konfliktbewältigung meist ein wesentlicher Teil der Arbeit ist.

Im Rahmen der aufsuchenden Familienmediation wird der eigenverantwortliche Umgang mit Konfliktsituationen eingeübt. Insbesondere im sozialpädagogischen Kontext kann dabei frühzeitig, umfassend und nachhaltig die Beziehungs- und Erziehungskompetenzen der Eltern gefördert werden. Der Entstehung komplexer Problemlagen wird somit entgegengewirkt. Eine alltagspraktische Verbesserung der Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern wird unterstützend initiiert. Dieses Angebot unterscheidet sich von der gerichtsnahen oder gerichtsinternen Mediation durch den frühzeitigen Einsatz im familiären Kontext.
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Information

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